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Erlebniswelt Feuerland

Im Auftrag desZoo Leipzig
Zeitraum2025-2026
  • Vermittlungsstationen
  • Szenografie
  • Konzept
  • Umsetzung
  • Gamedesign 
  • Prototypenbau

Auf Basis unseres szenografischen Konzeptes von 2022 setzen wir nun mehrere Vermittlungsstationen in Generalübernahme um. Dabei betreten wir im Bereich Medienstationen und Szenografie Neuland.

Küsten- und Meereslandschaft

Aufgabe und Herangehensweise

Für die neue Küsten- und Meereslandschaft Feuerland im Zoo Leipzig wurden wir mit dem szenografischen Konzept sowie der Konzeption und Umsetzung mehrerer Vermittlungsstationen betraut. Die Kernthemen dabei sind neben Grundlagen über die Pinguine und Robben auch die Meeresverschmutzung durch Plastikmüll. Wir konzipieren mehrere interaktive Vermittlungsstationen, die sowohl über analoge, als auch digitale Elemente verfügen, entwickeln ein Spiel zum Thema Meeresverschmutzung, übernehmen die gesamte Beschilderung und planen eine Reihe von lebensechten Skulpturen von Pinguinen und einer Mähnenrobbe.

Natur bezwingt Mensch

Unser Ansatz

Unser szenografisches Leitmotiv lautet „Natur bezwingt Mensch”. In der rauen, felsigen Küstenlandschaft von Feuerland finden sich Spuren ehemaliger Besiedlung und Relikte einer Epoche der Schifffahrt. Realität wird unser Konzept durch die Umsetzung einer Besucher:innenschleuse in Form eines auf dem Kopf liegenden hölzernen Schiffsrumpfes, eines Besucher:innenantrittes zur Küstenvoliere als riesiges rostiges Schiffswrack sowie der Fassadengestaltung der Toilettenanlage. 

Im Wrack inszenieren wir eine Schiffsladung alter Kisten mit mehreren Vermittlungsstationen. Diese wird ergänzt durch eine Pinguinparade mit Aufstellern aller bekannter Pinguinarten und einem Fotopoint mit lebensgroßen Statuen von Kaiser-, Humboldt- und Zwergpinguinen. Eine Soundstele aus massivem rostigen Schiffsstahl klärt über Verbreitungsgebiete und Pinguinrufe auf. Den Platz vor der Voliere erweitern wir um einen 5m hohen Weltenwegweiser, der weltweite Artenschutzprojekte des Zoo Leipzig verortet.

Interaktivität

Vermittlungsstationen

Unser szenografisches Leitmotiv lautet “Natur bezwingt Mensch”. In der rauen, felsigen Küstenlandschaft von Feuerland finden sich Spuren ehemaliger Besiedlung und Relikte einer Epoche der Schifffahrt. Realität wird unser Konzept durch die Umsetzung einer Besucher:innenschleuse in Form eines auf dem Kopf liegenden hölzernen Schiffsrumpfes, eines Besucher:innenantrittes zur Küstenvoliere als riesiges rostiges Schiffswrack sowie der Fassadengestaltung der Toilettenanlage. 

Im Wrack inszenieren wir eine Schiffsladung alter Kisten mit Vermittlungsstationen zum Thema Humboldtpinguin und seiner Anpassungsstrategien. Diese wird ergänzt durch eine Pinguinparade mit lebensgroßen Aufstellern aller bekannter Pinguinarten und einem Fotopoint mit lebensgroßen Statuen von Kaiser-, Humboldt- und Zwergpinguinen. Eine Soundstele aus massivem rostigen Schiffsstahl klärt über Verbreitungsgebiete und Pinguinrufe auf. Den Platz vor der Voliere erweitern wir um einen 5m hohen Weltenwegweiser, der weltweite Artenschutzprojekte des Zoo Leipzig verortet. Innerhalb der Voliere entsteht eine nachgebildete Pinguinbruthöhle mit einem lebensechten Pinguinbrutpaar sowie eine Vermittlungsstation zu Gefahren für den Pinguin. In der unterirdischen Marmorhöhle der Anlage entstehen zwei Medienstationen zur Anpassung der Robben an das Leben unter Wasser.

Als bewusst visuellen Bruch entwickeln wir eine übergroße interaktive Plastikflasche, die über Meeresverschmutzung mit Plastikmüll aufklärt. Ergänzt wird sie durch die lebensgroße Nachbildung eines Mähnenrobbenbullen, der sich in einem Fischernetz verfangen hat.

Interaktion und
Medienelemente

Kreative Umsetzung

Wir achten bei der Umsetzung insbesondere auf Haptik und Interaktivität und entwickeln eine ausgewogene Kombination aus analogen und medialen Elementen. Die Vermittlungsstationen zur Verbreitung der Pinguine, zum Artenschutz und zu den Robbenarten verfügen alle über klassische Drehelemente. Im Schiff gibt es eine Exponatvitrine mit Lupe zum Betrachten einer Pinguinfeder sowie eine große Vitrine mit einem sicht putzenden Humboldtpinguin, den man auf Knopfdruck auch drehen kann. Experimentell wird es bei den Robben: Über Kurbelmechanismen lassen wir die Besucher:innen den Strömungswiderstand von Robben nachempfinden (dabei greifen wir auch auf eine eigens entwickelte Würfelrobbe zurück). Eine vibrationssensitive Fläche lässt Größe, Richtung und Anzahl von Beutefischen fühlen, eine Fähigkeit, über die Robben durch ihre Barthaare verfügen. Ein Buzzer misst, wie lange die Luft angehalten werden kann. 

Die riesige Plastikflasche verfügt insgesamt über drei Interaktionsmöglichkeiten: ein herausziehbarer Zylinder zeigt ein kleines Exponat und zählt jeden Tag die LKW-Ladungen Müll, die weltweit ins Meer gekippt wurden. Diabetrachter haben wir mit Bewegtbild aufgewertet. Ein eigens entwickeltes kooperatives Reaktionsspiel lässt die Besucher:innen das Meer von Müll befreien. Für die Artenschutzprojekte des Zoo Leipzig in Chile bauen wir darüber hinaus einen spielerischen Münzspender.

Enge
Abstimmungen

Besonderheiten und Herausforderungen

Eine besondere Herausforderung in diesem Projekt waren der Prototypenbau der Medienstationen „Robben unter Wasser” sowie die Umsetzung der Plastikflasche. Aufgrund ihrer Größe, Konstruktion und der Integration mehrerer interaktiver und medialer Elemente auf engstem Raum erwies sich die Umsetzung als komplex. Gleichzeitig sind unterschiedlichste Gewerke an der Realisierung der einzelnen Stationen beteiligt: Landschaftsbauer:innen, Theaterplastiker:innen, Felsenbauer:innen, Medientechniker:innen, Planer:innen und die ein oder anderen Bastler:innen. Um die unterschiedlichen Anforderungen und Vorstellungen der Kurator:innen im Zoo Leipzig zusammenzuführen, bedurfte es einer engen Abstimmung und diplomatischen Koordination aller Beteiligten.

Impressum

Ausstellungs- und Metallbau: ScheinWelt Baubühne Leipzig
Druckproduktion: com.cores GmbH
Medienproduktion AI: Frank Just, Leipzig
Medientechnik: panFX, Leipzig
Skulpturen: Robert Frenzel

Noch nicht genug?