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Kollektiv für
Kommunikationsdesign

Ausstellung Druckkunst 1919

Im Auftrag desMuseums für Druckkunst Leipzig
Zeitraum2019
  • Konzeption
  • Ausstellungsgestaltung
  • Werbemittel

Das Museum für Druck­kunst ist seit 1994 lebendiger Ort der Industrie­kultur, auf vier Etagen werden anhand funktions­fähiger Maschinen 550 Jahre Druck­kultur präsentiert. Im Rahmen des nationalen Jubiläums­jahres bauhaus100 haben wir mit dem Team um Direktorin Susanne Richter die bisher größte Einzel­ausstellung „Druckkunst 1919 – die Vorläufer des Bauhauses im druckgrafischen Gewerbe“ im Hause realisiert. Auf 250m² wurden über 100 Exponate gezeigt und gaben einen viel­gestaltigen Einblick in die Tätigkeit des grafischen Gewerbes in Leipzig zu Beginn der 1920er Jahre.

Das Mädchen in der Jahreszahl

Key Visual und begleitende Werbemittel

Um eine runde Gesamt­gestaltung zu entwickeln, arbeiteten wir bereits in der Konzeptions­phase eng mit der Kuratorin Almut Hertel zusammen. Als Basis für die Ausstellungs­kommunikation nutzten wir das Motiv einer Werbe­marke, das „Rödermädchen“, welches den Betrachter durch eine vignettierte 1919 – als Referenz zum Logo des Jubiläums­jahres – anlächelt. Das Key Visual ist in seinen Bestand­teilen als skalier­bares System für alle Arten von Ausstellungs­elementen und ausstellungs­begleitenden Werbemitteln angelegt.

„ungestalt. ist ein zuverlässiger und inspirierender Partner für Ausstellungen. Die Zusammenarbeit macht viel Spaß und die visuellen Ergebnisse haben dem Museum eine gute Resonanz gebracht.“

Dr. Susanne Richter, Direktorin Museum für Druckkunst Leipzig

Klassischer Werbemix

Dieses Key Visual wurde in seinen Bestand­teilen als skalier­bares System für alle Arten von Werbe­trägern plus Ausstellungs­elemente erstellt. Die Werbe­mittel umfassten u.a. Einladungs­karten, Fahnen, Anzeigen und Plakate.

Weiterführung in handlichem Format

Zusätzlich zur Ausstellung hat das Haus eine umfang­reiche Hand­reichung in Form eines Kataloges zur Ausstellung heraus gebracht. Dieser wurde vollständig von uns konzipiert, gestaltet und in der Produktion betreut. Grafische Elemente aus der Ausstellung finden sich auch hier wieder. 

Die Elemente der Ausstellung

Gestalterische Grundidee

Als räumliche Grundidee adaptierten wir das Prinzip der klassischen Straßen­plakatierung, wie man sie von Litfaß­säulen kennt: Plakate werden (teilweise) über andere geklebt, Inhalte werden überlagert. In der Ausstellung wird Wand­typografie von anderen Info­blöcken überlagert, sogar von der Fläche in den Raum hinein. Außerdem findet sich ein dezenter Überlagerungs­effekt allen grafischen Informations­elementen wider.

Raumplanung und Wandabwicklung

Um die viel­fältigen Exponate gemäß der kuratorischen Grund­struktur zu sortieren und im Raum zu verorten, vermaßten wir zunächst die Anlage und erkundeten die Möglich­keiten permanenter und temporärer Eingriffe (Stichwort Denkmal­schutz). Mittels 3D-Software spielten wir verschiedene Aufbau­möglichkeiten, Besuchswege und Sicht­achsen durch. Dann layouteten wir die einzelnen Wand- bzw. Informations­flächen mit all ihren Ausstellungs­sentitäten (Exponate, Bilder, Grafiken, Wandtexte, Beschilderungen).

Exponate in Szene setzen

Die Exponate lagen in unter­schied­licher Form vor: Manche waren Originale, andere Repro­duktionen. Manche bereits im Besitz des Hauses, andere Leihgaben anderer Museen. Einige lagen zudem nur digital vor. Diese produzierten wir auf dickem Kunststoff, um sie im Vergleich zu den gerahmten Originalen deutlich als Nachbildung kenntlich zu machen. Entlang der geplanten Narrative und anhand der digitalen Wand- und Raum­abwicklungen fanden alle Exponate nach und nach ihren Platz an Wänden, in Vitrinen, auf Sockeln.

„Das ungestalt-Team war engagiert, unkompliziert und ihre Gestaltung hat die Ausstellungsinhalte wunderbar unterstützt und vermittelt.“

Almut Hertel, Kuratorin der Ausstellung

Produktionsbetreuung

Kurz vor der Ausstellungs­eröffnung liefen alle Planungen, Gestaltungen und Produktionen zusammen. Beim Druck der Informations­elemente und den Repro­duktionen, sowie beim Anbringen der Zitate und Grafik­elemente an den Ausstellungs­wänden konnten wir uns auf zuverlässige Unterstützung vor Ort verlassen. Die Installation der Exponate übernahm das Museum selbst.

Was wir

gelernt haben ...

Fazit und Erkenntnisse

Für uns war dies das erste Ausstellungs­gestaltungs­projekt, in dem wir so stark kuratorisch und konzeptionell mitwirkten. Dank der aufrichtigen Zusammen­arbeit zwischen der Kuratorin und uns entwickelte sich der Gesamt­prozess fantastisch und jedes Exponat fand seine richtige Stelle. Wir haben die Bedeutung einer gemeinsam genutzten Exponat­tabelle schätzen gelernt. Sie war ein wertvolles Tool für alle Projekt­beteiligten, um auf dem aktuellen Stand der Exponats­auswahl und -umsetzung zu sein und um Datenverlust bei Korrektur­runden entgegen­zuwirken. Für alle Beteiligten unerwartet: Wir waren einen Tag vor Ausstellungs­eröffnung mit Allem fertig. Das darf zukünftig immer so sein.

Noch nicht genug?